Raquel

Ich und feige? Ha! Das wäre doch gelacht! Also es herbstelt ja schon ein bisschen. Bin ich froh, wenn wir über das freie Feld gehen, dass ich so einen schönen Pelz trage. Ist nicht ganz schmutzunempfindlich und Herrchen hat gestern extra neues Shampoo gekauft, aber das ist eine andere Baustelle. Also heute bei schönem Wetter los und da sind doch diese monströsen Zylinder die überall rumliegen. Die sehen etwas so aus wie Retriever in ziemlich dick und ohne Kopf und Rute. Schon sehr einschüchternd. Ich habe also immer einen etwas größeren Bogen drum rum gemacht. Aber Herrchen lachte und dachte ich wäre feige. Nix da. Er stellte sich also neben so einen fetten, runden Beinahe-Hund und klopfte gegen ihn, dass ich kommen sollte. Ich drehte mich von ihm weg, lief ein zwei Schritte in die entgegengesetzte Richtung, drehte mich plötzlich rum, nahm Anlauf und zack war ich oben. Da hättet ihr ´mal jemanden staunen sehen können. Ich sage euch. Der hatte so große Augen, wie der Durchmesser von diesem Dingsi. 

Eure Raquel

Raquel

Raquel

Ich und feige? Ha! Das wäre doch gelacht! Also es herbstelt ja schon ein bisschen. Bin ich froh, wenn wir über das freie Feld gehen, dass ich so einen schönen Pelz trage. Ist nicht ganz schmutzunempfindlich und Herrchen hat gestern extra neues Shampoo gekauft, aber das ist eine andere Baustelle. Also heute bei schönem Wetter los und da sind doch diese monströsen Zylinder die überall rumliegen. Die sehen etwas so aus wie Retriever in ziemlich dick und ohne Kopf und Rute. Schon sehr einschüchternd. Ich habe also immer einen etwas größeren Bogen drum rum gemacht. Aber Herrchen lachte und dachte ich wäre feige. Nix da. Er stellte sich also neben so einen fetten, runden Beinahe-Hund und klopfte gegen ihn, dass ich kommen sollte. Ich drehte mich von ihm weg, lief ein zwei Schritte in die entgegengesetzte Richtung, drehte mich plötzlich rum, nahm Anlauf und zack war ich oben. Da hättet ihr ´mal jemanden staunen sehen können. Ich sage euch. Der hatte so große Augen, wie der Durchmesser von diesem Dingsi. 

Eure Raquel

Raquel

Luna

Neue Geschichten vom Jagen 🙂

Nix Wildes, also keine Panik. Alle leben noch (glaub ich zumindest). Phalène und ich mausern uns – ha! das passt ja super! – zum perfekten Mäusejäger-Team: Ohren auf – Nasen am Boden – und immer schön aufgepasst, wenn´s raschelt, denn dann muss man schnell sein! In den letzten Tagen hatten wir dank unserer Teamarbeit ein paar Mal Glück: Zuerst habe ich eine Maus erwischt, danach Phalène. Aber Frauchen ist mittlerweile mindestens genauso wachsam wie wir, die findet das Ganze nämlich gar nicht so lustig und hat glaube ich auch Angst, wir würden den Mäusen was tun. Als wenn wir die fressen würden – Quatsch!  Das würde uns im Traum nicht einfallen. Nur ein bisschen spielen, dann wieder laufen lassen – und noch ein bisschen spielen – die quietschen einfach so niedlich, wenn man sie erwischt!

Aber heute hättet ihr mal Phalène sehen sollen, das war echt zu witzig: Sie hatte was gehört und war aufs Gratewohl ins Laub gehüpft. Da stand sie dann, Ohren auf Anschlag, Vorderläufe leicht gespreizt – aber da war nichts mehr. Als sie vorsichtig eine Vorderpfote hob – raschel-raschel – verschwand ein kleines braunes Mäuschen in einem Laubhaufen – aber nur zur Hälfte, der Mäusepo und der Schwanz guckten noch raus.

Tja, und dann kam Frauchen. Pech für Phalène, Glück für das Mäuschen. Oder, na ja, so Semi-Glück wohl eher, denn Frauchen hielt Phalène scharf im Blick und stupste gleichzeitig mit einem Stock vorsichtig das Mäuschen an – und raschel-raschel – wuselte es weiter. Die arme Phalène saß da und versuchte krampfhaft, nicht hinterherzuspringen – da machte Frauchen etwas echt Cooles: Sie lobte Phalène überschwänglich dafür, dass sie so tapfer sitzenblieb, und zauberte ein großes Stück getrocknetes Fleisch hervor. Phalène musste nicht lange überlegen – und entschied sich für das Fleisch. Sehr clever, das schmeckte nämlich super lecker. Das weiß ich, weil ich auch was abkriegte – immerhin saß ich ja genauso brav mitten im Wald vor einer kleinen Maus! Bitte das mal zu registrieren!

Ach ja: Kurz danach haben wir noch ein Reh gesehen – aber das war schon fast langweilig. Das Reh stand auf einem abgeernteten Feld und kriegte erst super spät mit, dass wir in ein paar Metern Entfernung vorbeigingen. Es guckte ziemlich irritiert und verzog sich dann  in ein angrenzendes Maisfeld – nicht ohne vorher nochmal provozierend mit seinem Hintern zu wackeln. Aber wen interessiert das schon, wenn Frauchen noch eine Runde von dem tollen Fleisch spendiert? Nicht mal Phalène 🙂

Phalène

Uah -gähn, bin ich müde… irgendwie komm ich so gar nicht in den Rhythmus von früh raus und aufstehen. Letzte Woche ging ja noch, da waren es nur drei Tage, und vor allem am ersten Tag hatte Frauchen noch was länger Zeit. Aber jetzt – das nervt echt – schon vor sieben aus den Federn – bäh! Grausam! Da lieg ich nichts Böses ahnend eingekuschelt in der warmen Höhle – und plötzlich wird der Traum zum Alptraum, Frauchen zieht mir einfach die Decke vom Pelz und reißt das Fenster auf zum Lüften – pfui-spinne!

Das einzig Nette war vor ein paar Tagen, da hab ich mich bei Frauchens Sohn ins Zimmer geschlichen. Der Kerl lag noch wie ein gefällter Baum im Bett – also Anlauf und drauf und Schleck-Alarm! 🙂 das war echt witzig, und ich durfte sogar noch für ein Minütchen zu ihm unter die Decke kriechen – obwohl er glaub ich ein bisschen sauer auf mich war – ich konnte ja nicht wissen, dass Sonntag war… Und er mag halt das Geschlabber nicht so. Egal. Ich bin schließlich seine Mausi, ich darf das. Und außerdem find ich ihn toll, da muss ich ihn einfach ab und zu abschlecken!

Phalène

Pfotengeschichten… pah!

War ja klar, dass es mich wieder erwischen musste. Erwischt ja irgendwie immer mich. Mann. Da latsche ich zwei Wochen lang bergauf, bergab in Österreich über Stock und Stein, und nix passiert – und dann gehen wir hier unseren absoluten Standardweg, und irgendein Mistzeug schneidet sich nach zwei Schritten durch den Ballen, dass es blutet. Das ist doch nicht normal! Mann. Frauchen hatte erst gehofft, dass der Schnitt wieder heilt, und mit Fußbad und Salbe versucht, eine Entzündung zu verhindern. Hat aber nicht funktioniert. Von Samstag bis heute wollte sich der Schnitt nicht richtig schließen, und ein winziges bisschen bin ich auch gehumpelt. Also ab zum Doc. Der konnte trotz „intensiver Suche“ (fragt nicht!) nix in der Wunde finden, und einen Moment wiegte ich mich tatsächlich schon in Sicherheit – dann kam die Spritze. Mist. Und als wäre das nicht genug, obendrein auch noch eine Tüte mit Tabletten. Na super. Zum krönenden Abschluss musste ich mir dann auch noch meine Frolic-Ration mit Luna teilen – ich war so verdattert, als sie da plötzlich neben mir saß und nach dem Leckerchen schnupperte, dass ich um ein Haar leer ausgegngen wäre! Zum Glück war der Doc auf meiner Seite. Schwacher Trost. Luna hat nur dagestanden und treu geguckt – und auch ein Frolic gekriegt. Ich versteh das nicht – die hat die Dinger doch sonst nie gefressen! Nur dran geleckt und dann ausgespuckt, und dann konnte ich immer die doppelte Ladung fressen… aber nein, heute nicht. Heute musste ich mir sogar das letzte Frolic mt ihr teilen – echt unfair!

Luna

Leute, ihr glaubt nicht, was ich heute gemacht habe! Nach sage und schreibe knapp fünfeinhalb Jahren habe ich heute mein erstes Frolic gefressen. Und zwar nicht einfach irgendein Frolic!

Wir waren mal wieder wegen Phalène beim Tierarzt. Pfotengeschichten, was sonst. Egal. Mein Problem ist einfach seit Wochen, dass ich das Gefühl habe, Frauchen hat nicht nur Phalènes Futterrationen gekürzt, damit sie abnimmt, sondern meine auch. Auf jeden Fall schiebe ich in letzter Zeit echt Hunger! Und als dann Phalène ein Frolic kriegen sollte, weil sie so tapfer war, hab ich mich mal deutlich mit ins Spiel gebracht… hat aber nix genützt. Phalène hat das erste gekriegt. Aber ich das zweite 🙂 und der Doktor hat gegrinst. Und dann noch eins spendiert – musste ich mir nur leider mit Phalène teilen. Egal. Besser als gar nichts. Hunger hab ich allerdings immer noch…

Phalène

Raquel war heute ganz kurz zu Besuch, quasi auf der Durchreise nach Hause. Dabei war sie in Wirklichkeit stundenlang ganz in der Nähe, und ich hab´s nicht gewusst! Sie hat ihr Herrchen in die Schule begleitet, der hatte da wohl ziemlich viel vorzubereiten. Hach ja… äh – Schule?! O Mann, jetzt haben wir so lange gefaulenzt, und es gab so viele freie Tage zum Chillen und Gammeln – oder zum Abenteuer-erleben! – , dass ich total in der Uhr bin! Stimmt ja, Schule! Ups 🙂 Aber so entspannt, wie Frauchen drauf ist, scheint sie noch ein bisschen Zeit zu haben, bevor sie wieder ausrücken muss… bin mal gespannt, wann wir das erste Mal wieder mitdürfen!!

Luna

Phalène und ihre Futtersorgen… ts. Muss an der Diät liegen, die Frauchen mit wechselndem Erfolg durchzuführen versucht…

Apropos Futter: in Österreich ist mir was passiert – unglaublich!

Auf einer unserer Wanderungen traben wir alle so vor uns hin, bergauf, bergab, und ich hänge nichts Böses ahnend meinen Gedanken nach. Da kommen wir an eine Stelle mit ein bisschen mehr Grün rechts und links neben dem Weg, und schwupps! – sind wir von einer Handvoll Schmetterlingen umflattert. Frauchens Kinder zücken total begeistert ihre Handys und fangen an zu fotografieren; Phalène sieht so aus, als würde sie über eine kleine Zwischenmahlzeit nachdenken – und ich? Ich hab da plötzlich so einen großen Falter um mich herumflattern. Eigentlich ein schicker Kerl, ziemlich groß, das muss ich schon sagen, mit tollen Flügeln, ganz dunkel, nur ein paar leuchtend bunte Punkte am Rand.

Aber der Flattermann schien echt von Todessehnsucht getrieben: er versuchte allen Ernstes, auf meiner Nase zu landen. Ein Ausbund an Hartnäckigkeit, kaum zu glauben! Egal, wie ich den Kopf wegzudrehen versuchte – der Falter unternahm unermüdlich einen Anlauf nach dem anderen. Bald saß er halbwegs auf meinem Nasenrücken, halbwegs zwischen meinen Ohren, und mir blieb nichts anderes übrig, als immer wieder den Kopf zu schütteln. Zum Schluss hatte er sich doch tatsächlich irgendwo zwischen meinen Augen mitten auf der Stirn niedergelassen – unglaublich! In meiner Verzweilung versuchte ich, ihn mit der Pfote wegzuwischen – da trollte er sich dann endlich und flatterte weiter. Aber meine Güte – sowas hab ich ja noch nie erlebt!

Phalène

Heute Morgen hatte ich gedacht, ich hätte Glück: Frauchen geht aus dem Haus, die Tür fällt hinter ihr ins Schloss – und die Küche ist offen! Schnell reingeschlichen (wer weiß, wann Frauchen wieder zurück ist!) und alles inspiziert – und dann die Enttäuschung… eine Scheibe Vollkornbrot. Sonst nix. Bäh, ich mag kein Vollkornbrot! Wieviel Pech kann man denn haben?! Menno… ich hab es liegen gelassen, das Brot. Kann Frauchen selber essen.

 

Luna

Also, ich muss schon sagen: Es ist schön, wieder zu Hause zu sein.

Mittlerweile haben wir Raquel wiedergesehen und sind schon ein paar ordentliche Runden mit ihr gelaufen. Traute Dreisamkeit, alles easy, wie Familie.

Mattes haben wir auch besucht – was für ein Chaot! Aber lieb… und wenn er erst mal kapiert hat, dass ich nicht zum wilden Rumtoben tauge (er fragt ja jedes Mal, ob ich es mir nicht anders überlegt habe – nein, Mattes, hab ich nicht), dann reißt er sich so sehr am Riemen dass ich Angst habe, er könnte platzen – so sehr versucht er, vorsichtig zu sein und mich nicht anzustupsen. Sogar wenn ich mich mitten in seinem Körbchen ausgestreckt habe 🙂 …hach, eigentlich ist der schon schwer in Ordnung, der liebe Mattes.

Und dann hatten wir noch Besuch von einer Bekannten von Frauchen, irgendwoher kenne ich die… aber ich weiß nicht… hatte die nicht einen anderen Hund? Zu uns kam sie jetzt auf jeden Fall mit einem gut vier Monate alten Sloughi-Mädel – und ich musste echt grinsen: die sah haargenau so aus wie Phalène, nur in groß und mit Schlappohren! Mann, was hatte die lange Beine; da konnten Phalène und ich schon fast drunter herlaufen, wie damals bei dem Wolfshund. Wahnsinn… dabei ist die noch total jung und wird bestimmt noch eine Menge wachsen! Aber anstrengend war´s auch ein bisschen: das Mädel kam irgendwie nicht so richtig zur Ruhe und tigerte unentwegt herum, von der Terrasse ins Wohnzimmer, zurück, auf die Decke, sehnsuchtsvoller Blick in den Garten (da liefen unsere Hühner) und gezielte Suche nach Schlupflöchern in der Hecke – Grummeln von ihrem Frauchen – und die ganze Tour ging wieder von vorne los. Meine Güte. Irgendwann wurde mir das echt zu bunt: ich rollte mich drinnen auf der Couch zusammen. Und man höre und staune: da wollte dieses hübsche Windhundmädel sich doch tatsächlich ohne groß zu fragen neben mir auf der Couch breit machen – das geht ja gar nicht! Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder bei jedem einfach auf die Couch… na sowas! Kurze Meinungsverschiedenheit – kurze Ansage meinerseits – und sie trollte sich. Vorsichtshalber bin ich mit auf die Terrasse rausgegangen, nur um sicher zu gehen. Und um Frauchen zu zeigen, dass ich alles im Griff habe.

Ansonsten: alles ruhig…