Phalène

Also wirklich! Frauchen und ihre Ideen!

Im Grunde ja gar nicht mal so schlecht: Sie wollte uns den kalten Spaziergang „versüßen“ und hatte in ihrer Tasche eine Handvoll Leckerchen mitgenommen. Aber die kleinen Dinger dann einfach in den Schnee zu werfen…

Luna und Phalène im Schnee…wirklich doof! Wir haben nicht mal die Hälfte der geworfenen Leckerchen wiedergefunden – und natürlich hatte Frauchen dann nix mehr in der Tasche 😦 Dafür hatten wir tiefgefrorene Nasenspitzen!

Raquel

Skurriles kann ich ja immer erzählen. Da habe ich heute wieder einmal eine besondere Geschichte. Ja eigentlich keine Geschichte, sondern eine wahre Begebenheit.
Herrchen, mein großer Bruder und ich  sind meistens schon um 5.30 Uhr morgens auf Achse. Heißt Morgenrunde. Und die ist schon so um die 20 Minuten lang. Es geht sogar schon ein großes Stück durch den Wald. Bisschen gruselig ist das ja schon so früh im dunklen Wald… Aber das wollte ich nicht erzählen.

Wenn wir also aus dem Wald wieder herauskommen, dann gibt es da eine Spielstraße. Links und rechts hat die Stadt so kleine Grünflächen angelegt. Sehr schön, verlockend, aber von Herrchen strikt untersagt, sich da zu verewigen. Gut kann ich auch verstehen. Nachbarn gehen dort hin und mähen und schneiden Kanten, weil sie es schön finden, dass die Stadt so etwas angelegt hat. Halten sich alle Hundebesitzer daran… Nein… Und was ich letztens sah… Ich traute meinen Augen nicht.
Da gibt es eine Familie, die lässt ihren Hund morgens alleine raus. Der rennt ca. 350 Meter über die Spielstraße zur Grasoase und erleichtert sich dort auf unterschiedlicher Art und Weise. Rennt dann sehr zufrieden zurück und bleibt vor der Eingangstüre sitzen. Man sieht sein Frauchen die Brote für die Kinder schmiert und dann kurz die Haustüre aufmacht, um ihren Hund wieder reinzulassen.
So toll ich den selbstständigen Hund finde. Etwas eklig ist das schon, oder.

Luna

Heute war richtig Pepp in der AG – schick!

Und das, obwohl bei der Stimmungsabfrage zu Beginn der Stunde bestimmt die Hälfte der Truppe Gelb-Tendenz-Rot zeigte… Raquels Herrchen guckte schon ganz kritisch, aber vor allem der „Rote“ meinte, wir müssten uns keine Sorgen machen, er würde das hinkriegen – na gut… (er kriegte es hin, und zwar super – und zum Ende hatte er sogar etwas bessere Laune)

Vor den Weihnachtsferien hatte sich ja schon ein neuer Schüler angekündigt, der gerne mitmachen wollte, der war heute da; und prompt mussten die Anderen für ihn die Hunderegeln runterbeten. Ging aber total locker, da wussten echt alle noch alles. Dann musste jeder eine Aufgabe seiner Wahl mit einem Hund seiner Wahl vorführen und dem Neuen erklären, wie es geht und worauf man zu achten hätte – Spaziergang! Klappte super, bei allen. Der Neue zierte sich zwar etwas, aber schließlich hat er sich dann auch getraut, wenigstens ein „Hier“ zu probieren – und er war selbst überrascht über den perfekten Vorsitz, den er von mir geschenkt bekam 🙂 tja, manchmal bin ich eben gönnerhaft. Nein, im Ernst, der machte das gar nicht mal so schlecht.

Danach ging es kreuz und quer, jeder machte was – und Phalène und Raquel und ich waren ganz schön im Einsatz. Zum Schluss gabs noch eine uralte Übung: den Beintunnel; den hatten wir ewig nicht mehr gemacht. Klappte aber immer noch – sowas verlernt man  nicht 🙂

Mich hat am meisten gefreut, dass in der Abschlussrunde die Stimmungsbälle mehr Grün-Gelb enthielten und weniger Rot. Toll.

Ach ja: Da war auch noch eine Frau zu Besuch. Die ist wohl selber mit ihrer eigenen Hündin in Ausbildung , um demnächst als Mensch-Hund-Team in die Schule gehen zu dürfen. Die hat nur zugeguckt – aber wenn ich das richtig verstanden habe, will sie auch einmal ihre Hündin mitbringen und mit den Schülern etwas machen… bin ja mal seeeehr gespannt!! Wobei… irgendwie beschleicht mich da eine böse Vorahnung… ich würde Frauchen glattweg zutrauen, dass sie Phalène und mich einfach zu Hause lässt, wenn die andere Hündin kommt – wartets ab!

Phalène

Oje – wir haben einen Sturmschaden zu beklagen!

Frauchens Mann kam vorhin ins Wohnzimmer, schaute aus dem großen Terrassenfenster in den Garten und meinte: „Sag mal, Schatz, sieht so ein gesundes Huhn aus…?“ Auf der Wiese lag etwas, ein Häuflein im Wind wallender und wogender Federn… Gerta, die kleine Schwarze. Sie war noch warm, als Frauchen sie hochnahm, aber eindeutig nicht mehr lebendig. Keine Ahnung, was passiert war – es ist so verflixt windig draußen – ob sie von irgendwas getroffen worden ist?

Da muss ich mir ja echt reiflich überlegen, ob ich es heute wage, meine Pfoten nach draußen zu setzen. Wobei ich den Garten bis jetzt eigentlich immer für sicher hielt… o Mann! Wind-Hund hin oder her, ein bisschen unheimlich ist das Ganze schon. Und ich glaube nicht, dass ich meinem Namen derart Ehre machen möchte. Gestern hatte ich schon ein paar Mal das Gefühl, die Böen würden mich ab und an vom Boden abheben lassen; ich war direkt froh, dass Frauchen uns nur wenig von der Leine ließ. Aber heute ist es eindeutig noch stürmischer. Vielleicht hilft es, wenn ich mir ein ausgiebiges Frühstück einverleibe, das beschwert sozusagen von innen – ach, geht ja gar nicht. Es gab ja schon was. Eine Mini-Portion Trockenfutter… doofe Diät 😦

Luna

Frauchen war vor zwei Tagen noch abends unterwegs, nicht spät, gegen sieben Uhr vielleicht – aber es war halt schon stockdunkel; Winter eben. Sie wollte kurz ihren Sohn vom Fitnesstraining abholen, ein paar hundert Meter entfernt. Also ab ins Auto, Licht an, und flott durch die City. Nur noch wenige Leute waren unterwegs, unter anderem zwei dunkle Gestalten in schwarzen Jacken, die standen auf dem Gehweg, hinter ihnen finsterstes Gestrüpp. Aber direkt vor dem Gestrüpp, etwa in Hüfthöhe der beiden schwarzen Typen, da schien ein grün fluoreszierendes Etwas zu schweben… wow, im ersten Moment echt gruselig.

Was Frauchen im Dunklen nicht sah – oder besser: nicht sehen konnte -, das waren eine lange schwarze Leine und ein ebenso pechschwarzer Hund. Erst als er aus dem Gebüsch wieder auf den Bürgersteig kam und ein wenig ins Scheinwerferlicht geriet, wurde er sichtbar. Und entpuppte sich als ein harmloser Labrador 🙂

 

Raquel

Hatte ich euch von meinem Freund und fast Bruder erzählt, der mit mir zusammen wohnt. Der ängstigt sich ein wenig bei Feuerwerk. Nun hatte sein Frauchen ihm einen Kopfhörer gebastelt. Dieser fiel ihm aber immer wieder vom Kopf – naja, er schüttelte sich auch ziemlich häufig. Als es dann um 0 Uhr so richtig zur Sache ging. Blieb er dennoch ruhig. Warum das bloß? Herrchen hatte alles im Haus eingeschaltet, was möglich war. Staubsauger, Spülmaschine, Dunstabzugshaube usw. usf.

Natürlich lief das Fernsehen und dies ziemlich laut. Und dann hat Herrchen mit uns Suchspielchen mit reichlich Leckerchen gemacht. Das war ein tolles Silvester. Wir haben doch glatt die blöden Böller vergessen…

Aber warum ich euch das eigentlich alles erzähle…

Es gibt auch andere ängstliche Hunde. Von einem möchte ich euch erzählen, der mit Silvester plötzlich all seine Angst vergaß. Und das geschah wie folgt:

Da ist doch dieser große Hund, der zum ganz kleinen Welpen wird, wenn es draußen böllert. Und sein Frauchen hatte Freunde eingeladen und die brachten doch glatt ihre Hündin mit. Und das tolle war, sie war läufig. Und siehe da, alle Ängste fielen von ihm ab und er hatte nur noch verliebte Augen für diese Hundedame. Süß!

Luna

Ich lach mich schlapp. Phalène und Frauchens Sohn haben geschmust und ein bisschen rumgealbert – der Sohn noch im Halbschlaf und barfuß. Sah total süß aus. Er wackelte mit den Zehen und krabbelte sie, und Phalène knabberte und lutschte ein bisschen überall da, wo nackte Haut war – und plötzlich verschwand ihre Pfote unter seinem dicken Zeh, aber komplett! Was hat denn der für Füße gekriegt?! Wahnsinn.

Luna

Die frohe Botschaft des Jahres 2015 lautet: Willi lebt!

Ihr erinnert euch an Willi? Nicht? Ist auch schon viele Monate her, dass ich von ihm erzählt habe. Willi, der helle Labrador. Der mit Emma, der schokobraunen Labrador-Hündin zusammenlebt. Wir sehen sie alle paar Wochen auf unseren Spaziergängen, oft auch nur aus der Ferne. Früher sind Phalène und Emma immer wie die Wilden über die Äcker gerannt und haben Fangen gespielt. Aber Emma ist auch schon ziemlich träge geworden. Und Phalène soll ja sowieso nicht so rennen, wegen ihrer Pfoten, und weil Frauchen das nicht mag, wenn sie so peng! ist.

Willi war ziemlich krank, und Frauchen fragte die Besitzerin, als er im T-Shirt rumlief, was denn los wäre. Er war zwar operiert worden, aber der Tierarzt konnte im Grunde nicht wirklich helfen. Dann haben wir Willi lange Zeit nicht mehr gesehen – aber vor ein paar Tagen! Recht fit, ohne T-Shirt, mit Frauchen und Herrchen und Emma mitten auf dem Feld, bei einem schönen Spaziergang. Ich freu mich total für ihn!

Dafür habe ich an anderer Stelle ein ganz schlechtes Gewissen… Wir hatten doch von Nelli erzählt, dem Pferd einer Bekannten von Frauchen, auf der Wiese mitten im Wohngebiet – ich weiß nicht, wieviel tausendmal wir da im Laufe der letzten Jahre vorbeigelaufen sind. Ende November war Nelli im biblischen Alter von 31 Jahren gestorben. Und wir – haben zu Weihnachten eine Delikatesse geschenkt bekommen – von Raquels Herrchen – Pferdefleisch… das wird doch wohl nicht…?! Es schmeckt wirklich fantastisch, aber… o Mann, ich darf gar nicht dran denken!

Phalène

Mann, da war ich gestern doch ein klitzekleines bisschen angespannt, als die fette Böllerei losging… puh! Luna war nicht ganz so gestresst – aber auch nicht unbedingt die Ruhe in Person. Aber zusammen haben wir´s dann irgendwie überstanden. War ja zum Glück nicht so lange.

Gestern Nachmittag waren wir noch eine schöne Runde spazieren. Da haben zwar auch schon ein paar ganz Ungeduldige immer wieder mal Raketen gezündet und Böller krachen lassen, aber das war halb so wild. Luna und ich sind ganz entspannt mit Frauchen und ihrem Mann durch Feld, Wald und Wiese getrabt.

Aber vor drei Tagen – Leute! Frauchen hatte uns gerade abgeleint, und keine zwanzig Meter weiter macht´s Klick!, und wir sind wieder angeleint – und warum? Weil direkt neben uns in dem Wäldchen doch tatsächlich Jäger unterwegs waren! Von wegen Leute mit Böllern: die haben geschossen! Wir sind dann sicherheitshalber nur übers Feld gelaufen, nicht auf den Wegen durch den Wald. Man muss ja nix riskieren 🙂 Kurz nachdem Frauchen uns wieder angeleint hatte, kam uns ein Hund entgegen, schwarz-weiß, ungefähr so groß wie wir, mit etwas längerem Fell; die Rute hatte er bis unters Kinn eingekniffen und Panik im Blick – anscheinend war er der Jägerei noch näher gekommen als wir. Armer Kollege.

Als wir ungefähr eine halbe Stunde später an derselben Stelle zurück kamen, hörten wir plötzlich hinter uns jemand rufen und pfeifen. Frauchen drehte um – und da kam auch schon ein Mann hinter uns her. Einen Hund hatte er neben sich laufen, nach dem zweiten rief er immer wieder. Wir kannten die Truppe, die sind uns schon häufiger begegnet – und Frauchen war sofort klar, dass der schwarz-weiße Kollege, den wir auf dem Hinweg gesehen hatten, der vermisste Kumpel war. Sie erzählte dem Mann, dass wir ihn gesehen hätten; und noch während sie sich unterhielten, kamm der Gute auf einmal angerannt – was für ein schönes Happy End 🙂 Und wir haben ein klitzekleines bisschen mitgeholfen!