Raquel

Hatte ich euch von meinem Freund und fast Bruder erzählt, der mit mir zusammen wohnt. Der ängstigt sich ein wenig bei Feuerwerk. Nun hatte sein Frauchen ihm einen Kopfhörer gebastelt. Dieser fiel ihm aber immer wieder vom Kopf – naja, er schüttelte sich auch ziemlich häufig. Als es dann um 0 Uhr so richtig zur Sache ging. Blieb er dennoch ruhig. Warum das bloß? Herrchen hatte alles im Haus eingeschaltet, was möglich war. Staubsauger, Spülmaschine, Dunstabzugshaube usw. usf.

Natürlich lief das Fernsehen und dies ziemlich laut. Und dann hat Herrchen mit uns Suchspielchen mit reichlich Leckerchen gemacht. Das war ein tolles Silvester. Wir haben doch glatt die blöden Böller vergessen…

Aber warum ich euch das eigentlich alles erzähle…

Es gibt auch andere ängstliche Hunde. Von einem möchte ich euch erzählen, der mit Silvester plötzlich all seine Angst vergaß. Und das geschah wie folgt:

Da ist doch dieser große Hund, der zum ganz kleinen Welpen wird, wenn es draußen böllert. Und sein Frauchen hatte Freunde eingeladen und die brachten doch glatt ihre Hündin mit. Und das tolle war, sie war läufig. Und siehe da, alle Ängste fielen von ihm ab und er hatte nur noch verliebte Augen für diese Hundedame. Süß!

Raquel

Und noch eins hinterher. Herrchen und ich waren heute spazieren. An manchen Tagen ist das so, dass man in einen Flow gerät. Man wandert, nimmt hier den Waldweg mit, dort noch ein Gässchen mehr, das war wirklich klasse. Beide hatten wir ganz viel Spaß uns einmal so treiben zu lassen. Als wir also noch einen Abstecher mehr machten und durch unser kleines Örtchen spatzwanderten, standen an einer Kurve zwei Hunde. Herrchen und ich dachten nur – das gibt Ärger. Leine auf Spannung. Frau, also die Besitzerin, völlig unkonzentriert. Keine Chance auf die andere Straßenseite zu wechseln. Hunde – Rute im rechten Winkel erhoben und Fell gesträubt… Was heißt das? Unsere Hunde AG wüsste das jetzt 🙂 ! Verkürzt gesagt… Nichts Gutes. Wir kamen näher und Herrchen und ich sahen, dass hinter der Kurve noch ein weiterer Kinderwagen wartete und auch diese Frau, die ihn schob, nicht bei der Sache war. Mittig, zwischen diesem Aufzug fuhr noch ein Junge in einem Kettcar. Herrchen nahm mich auf die andere Seite, so dass ich nicht direkt an den Hunden vorbei musste und hatte schnell den Plan gefasst, an den Leuten im weiten Bogen herum zu gehen, ist sonst meine Taktik, hat er sich gut abgeschaut. Er sprach sie laut und höflich an, dass er jetzt an ihnen vorbei wollte und erst jetzt wurden wir als Team wahrgenommen. Die erste Frau drehte sich zur zweiten Frau um und zeigte an, dass sich jetzt ihre Hunde wieder dumm benehmen würden. Hellseherin. Das geschah auch. Die gingen vielleicht in die Leine. Und obwohl die kleiner waren als ich… ich hätte mir am liebsten in die  nicht vorhandene Hose gemacht. Die Frau konnte die beiden kaum halten. Hielt aber gleichzeitig den Kinderwagen fest. Und beide Damen schrieen auf die Hunde ein, sie sollten sich benehmen. Jetzt echt. Sie schrieen. Benehmt euch! Herrchen handelte schnell. Machte sich groß und souverän, schaute zum Horizont und ich lief auch einen Bogen. Die Hunde waren etwas verdutzt und die Leinenspannung bei ihnen ließ nach. Alles gut…? Nein. Denkste. Der Knirps sprang vom Kettcar auf und schrie Herrchen an und drohte mir mit einem riesen Stock. Schwups hingen die beiden Hunde wieder in der Leine. Den Jungen, der nun einen Veitstanz aufführte wurde von den Frauen noch nicht einmal gemaßregelt, wie auch, sie hatten ihn überhaupt nicht wahrgenommen.

Aber Herrchen. Was er gemacht hat, wollte er mir nicht verraten. Er drehte sich nur zu ihm um und schaute ihn an. Der Junge warf seinen Stock weg und setzte sich auf sein Kettcar. Und siehe da. Er beschwichtigte. Er drehte den Kopf weg und tat so, als wäre er nicht da. In der Ausbildung zum Schultherapiehund nannte man das Freezing. Und nun die Beobachtung des Jahrhunderts. Die Hunde nahmen den Jungen wahr, die Leine wurde locker und die beiden entspannten zusehends. Also war in der Konstellation der Junge der Aggressor, der die Hunde unbewusst als seine Polizisten vorschob.

Danach habe ich mich erst einmal im Körbchen breit gemacht und geratzt. Das war vielleicht eine bekloppte Situation.

Raquel

Liebe Phalène, liebe Luna,

das Wetter ist schon, ja wie soll man sagen, interessant. Mich ärgert nicht die Kälte oder der Matsch. Das ist schon o.k. Da bin ich schon ein wenig besser mit meinem outdoor Pelzmantel versorgt worden als ihr (hiermit meine ich wirklich mein eigenes Fell). Es sind eher die Leute die Salz streuen als gäbe es kein Morgen mehr. Alles bleibt zwischen den Ballen kleben und wird mit der Zeit schmerzhaft. Gut das Herrchen darauf einen Blick hat, mich vorher eincremt, während des Spaziergangs den Schnee und das Eis aus den Balkenzwischenräumen herausholt und mir zuhause die Pfoten mit klarem warmem Wasser abwäscht. Doof ist, dass viele Salz der Schnee nur angetaut ist und dann zusammengeschoben wird und wenn es friert  entstehen Stalagmiten. Die haben etwas von aufgestellten Nägeln eines Nagelbettes eines Fakirs. Unangenehm. Ich hoffe das du, liebe Luna, immer darauf achtest, dass Phalène ihre Schühchen anzieht. Bitte keine weitere Ballenkatastrophe. Es kommt Silvester – und das muss reichen. Was bin ich gespannt, ob wir diesmal etwas glimpflicher davon kommen. Im vorletzten Jahr sind wir gezielt mit Raketen beschossen worden und letztes Jahr hat man mir so einen Böller direkt vor die Pfoten geworfen. Jetzt denkt wohl jeder. Ist Herrchen verrückt. Was geht er auch an Silvester mit seinem Hund durch belebte Straßen. Da muss das doch passieren. Nein. Es war Tage zuvor und zwar am Nachmittag. Es war hell.

Es gibt schon bekloppte Böllermenschen und auch Tierquäler. Herrchen ist ganz froh, dass ich nicht so extrem auf die Böller reagiere, trotz des gezielten Angriffs. Mein Brüderchen, der Baru und seines Zeichens ein großer Berner, hat da schon etwas mehr damit zu kämpfen. Er hatte den „Raketenangriff“ viel stärker mitbekommen, da er vor mir lief und es vor uns passiert war. Sein Frauchen hat jetzt eine super geniale Idee gehabt. Sie ließ sich einen Kopfhörer maßanfertigen. Sie kaufte einen absolut dichten Hörschutz und der Mann, zu dem Herrchen immer Schwiegervater sagt, der ist übrigens handwerklich der Hammer, obwohl er auch vor Kindern stand und sie unterrichtete, ganz im Gegensatz zu Herrchen, fertigte eine Konstruktion aus Bändern und Gummis an, so dass mein großer Freund jetzt den Hörschutz ganz bequem tragen kann. Und soll ich euch etwas sagen. Das sieht echt cool aus. Könnte glatt bei Star wars mitspielen. So als Flugkapitän eines X-Wings. Genialer finde ich aber noch, dass Baru alles mit so einer stoischen Gelassenheit erträgt, als könnte ihn nichts aus der Ruhe bringen. Fast nichts. Doofe Böller eben doch.

Raquel

Ich weiß überhaupt nicht, ob ich das schreiben soll. Ich bin traurig. Sehr sogar. Herrchen ist auf so eine doofe Comptuer podlove podcast Dingsda gefahren und ich liege hier zu Hause und warte, dass er wieder nach Hause kommt. Oft liege ich sogar vor der Türe. Aber Frauchen hat erzählt, dass er morgen Abend wieder kommen wird. Also heißt es ausharren und wisst ihr was ganz doof ist. Montag fällt noch die Hunde AG aus. Aber das hatte Luna ja schon berichtet. Ach ja Luna und Phalène. Meine Busenfreundinnen werde ich auch nicht sehen. Obermist.

Aber am Dienstag beginnt die Religionsprojektwoche und da sind wir dann alle drei wieder dabei, zusammen mit Herrchen und dem Frauchen von Luna und Phalène.

Darauf freue ich mich.

Raquel

Hatte ich schon einmal erzählt, dass ich bei Anke Obedience mache. Das ist so etwas wie BOP (Bauch – Beine – Po) für Hunde aber eher etwas für den Kopf, also nicht für meine grazile Linie. Aber ich erzähle wieder wirr. Obedience ist eine Hundesportart bei der es besonders auf harmonische, schnelle und exakte Ausführung der Übungen ankommt. Obedience wird auch als „Hohe Schule“ der Unterordnung bezeichnet (hab ich ´mal schnell bei wikipedia gegoogelt).

Am liebsten mag ich ja hier die Übung Box. Die liegt mir einfach. Also Box bedeutet: Man hat ein abgestecktes quadratisches Feld. Innerhalb dieses Feldes liegt ein Target (ein kleiner flacher Gegenstand, meist ein Untersetzer). Nun geht Herrchen mit mir auf dieses Feld zu und bleibt ungefähr 15 Meter davor stehen und schickt mich mit dem Signalwort BOX in dieses Quadrat. Dort angekommen, laufe ich zum Target und verweile dahinter im STEH. Das kann ich schon extrem schnell und exakt.

Was ich aber eigentlich erzählen wollte…  Meine Mitstreiterinnen (fast ausschließlich Damen – wie könnte es bei Konzentrationsübungen anders sein) sind ebenfalls alle sehr gut, nur hapert es bei denen noch sehr an der Schnelligkeit. Sie traben dorthin, als zählte das akademische Viertel auch bei Obedience.

Dort angekommen drehen sie sich in Zeitlupe um und erwarten ihr Leckchen. Das gefiel unserer Trainerin gar nicht. Also stellte sie sich neben die Box und wenn die Hunde dort gemächlich ankamen, warf sie ein Spielzeug von der Box weg. So dass die Hunde beim nächsten Mal ein aufregendes Spiel erwarten würden. Und was soll ich euch sagen. Bei manchen klappte es sehr gut.

Sie liefen tatsächlich viel schneller auf die Box zu. Nun kann die liebe Anke aber nicht bei jeder Trainingseinheit zu Hause neben der jeweiligen Box stehen. Also beauftragte sie die Frauchen der Hunde (Herrchen ist  tatsächlich in der illustren Runde der einzige Mann), das Spieli, bei Ankunft der Hunde in der Box,  hinter die Box über die Hunde hinweg zu schleudern. Und hier liegt der Hase im Pfeffer (wobei Hasen müssen nicht unbedingt in einer Pfeffersoße gereicht werden – gekocht würde völlig reichen). Sobald also die erste Hündin, es war in dem Fall die stolze Königspudeldame, in der Box ankam, schleuderte ihr Frauchen in einem extrem flachen Bogen, aber sehr heftig,  das Spielseil mit dem dicken Knoten ihrem Hund entgegen und was soll ich euch sagen. ZACKKKKKK!!! KRACHHHHH!!! PENNNNGGGG!!!! Gegen die Schnauze und der arme Hund machte einen gewaltigen Satz nach hinten und schaute wie eine beleidigte Leberwurst zu Frauchen. Die arme Hundedame. Die tat mir echt leid.

Nächster Versuch! Anderer Hund! Das nächste Unterfangen. Hund kommt in die Box. Sheltie macht alles prima. Nur zu langsam. Hundefrauchen wirft auf Zeichen der Trainerin das Seil und…???? Ihr könnt es euch bestimmt denken…. ZACKKKKKK!!! KRACHHHHH!!! PENNNNGGGG!!!!

Und Sheltie wurde noch ein Stück weiter aus der Box getragen, als zuvor die Königspudeldame. Nun muss ich sagen, alle Hunde haben es ohne Trauma überstanden, denn ich habe noch mit ihnen darüber gesprochen, trotzdem hatte ich die Tränen vor Lachen in den Augen. Das sah zu lustig aus und die Gesichter der Werferinnen hättet ihr mal sehen sollen. Multitasking ist im Leben nicht alles. Dann soll sich Herrchen beim Rasieren doch ab und an einmal schneiden, wenn er angesprochen wird. Aber werfen kann er. Hoch und weit. Ist doch auch was, oder?

Raquel

Ach menno… heute war so viel los, dass Herrchen es nicht geschafft hat, mich zu Hause abzuholen. Dabei wäre ich doch so gerne wieder bei meiner Hunde AG gewesen. Dafür hat mir aber Herrchen alles ganz genau erzählt. Wie es war und davon berichtete ich jetzt hier ganz kurz. Also einige waren heute im Praktikum. D. h., dass die Gruppe sehr klein war. Herrchen hatte mit Luna und Phalènes Frauchen eine Tabelle entworfen. Hier waren Dinge aufgeführt, die man für ein ordentliches Vorsitz braucht. So wurde jeder Schüler aufgerufen und durfte dann wahlweise Luna oder Phalène zu sich rufen. Herrchen war wohl ganz angetan. Die Schülerinnen und Schüler haben sich mächtig ins Zeug gelegt und ganz ehrlich und nicht beschönigend, die anderen dann im Anschluss an diese Übung, den Übenden bewertet. Aber keiner brauchte sich zu grämen. Alle hatten von der letzten Übungseinheit der letzten Woche noch so viel behalten, dass es nur noch minimalste Fehlerchen zu bemängeln gab. Wobei wir hier schon von Richtung Perfektion sprechen. Am Schluss waren alle von der konzentrierten Übungseinheit so erschlagen, dass noch 10 Minuten kraulen und chillen angesagt war. Chillen und Kraulen mag ich am liebsten. Wie gesagt. Schade, dass ich nicht dabei sein konnte. Hoffentlich wurde ich schmerzlich vermisst.

Raquel

Ha…!!! Mäuse… Da kann ich auch noch etwas zu beitragen. Ich kann das so gut nachvollziehen, wenn es im Unterholz raschelt und man nur noch die Schwanzspitze der süßen Nager sieht. Die huschen so schnell weg, dass ich eigentlich nie eine Chance habe sie zu erwischen. Nie???? Na dann hört einmal zu, was ich letztens mit Herrchen erlebte.

Wir waren also letztens spazieren und immer wenn ich etwas Tolles gefunden habe, so bringe ich es Herrchen und bewege mich ganz aufgeregt, dabei ist es dann egal ob es sich nun um ein Lieblingsstöckchen oder einen Tannenzapfen handelt. Ich lege es dann in seine Hand und er freut sich auch immer genauso wie ich.

Nun musste ich auf einem längeren Stück an der Leine im Fuß gehen. Und da war doch am Wegesrand dieses hohe Gras.

Und nur einmal habe ich meinen Kopf beim Fußlaufen gedreht und ins Gras gesteckt. Das hat Herrchen gar nicht mitbekommen. Erst als ich mein ganzer Körper bebte und ich ihn anstupste, wurde er auf mich aufmerksam. Aber anstatt sich zu freuen war er im ersten Moment ein wenig irritiert und machte einen Satz zurück, dann aus meiner Schnauze hing etwas. Es war, wie ihr richtig vermutet, ein Mäuseschwanz. Sofort ertönte ein lautes Aus und gut erzogen, wie ich halt einmal bin, habe ich meine Beute direkt ausgespuckt. Das fand ich nicht so toll, dass er sich überhaupt nicht freuete. Dafür bekam ich aber ein dickes Lob dafür, dass ich die Maus ausgespuckt habe. Als ich sie sah, tat sie mir irgendwie leid. Die war total zerzaust. Aber bei meinem samtigen Fang, hatte sie überhaupt keinen Kratzer abbekommen, war aber pitsche patsche nass. Sie schaute etwas ungläubig nach oben, mir direkt in die Augen, als wollte sie sagen: „Musste das jetzt sein???“ Aber ehe ich es begriff, war sie wieder im hohen Gras verschwunden. Schade. Es hätte der Beginn einer wunderbaren Freundschaft werden können. Ob sie das auch so sieht, bezweifle ich jedoch stark.

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Ab und zu suche ich nach ihr. Aber gefunden, habe ich sie noch nicht.

Raquel

Hört ´mal Luna und Phalène. Das finde ich aber oberhammermega mistig. Da spielen alle mit dem Ball und wir müssen die AG ausfallen lassen, sehen unsere Kiddies nicht und dürfen noch nicht einmal dem Ball hinterher rennen. Doof. Ich streike. Phhhh!!! Sollen die doch schauen, ob ich nächste Woche zur Schule komme. Bin jetzt eine beleidigte Leberwurst…

Warum die AG ausfiel fragt ihr mich! Fußball. Die Abschlussklasse hat gegen die Lehrer gespielt. Herrchen war ganz angetan von der Leistung der Schüler, die haben wohl mächtig aufgedreht und Rückstände immer wieder aufgeholt. Das sind ja auch tolle Mädels und Jungs.

Gegönnt habe ich ihnen das Abschlussspiel ja schon. Aber zumindest in der Halbzeitpause hätten sie uns ja mal ranlassen dürfen. Dann hättet ihr gezeigt was Flügelflitzer sind und ich hätte eure Flanken verwertet. Mensch wäre das ein Spaß gewesen. Aber so???

Wie gesagt. Nächste Woche fahre ich nicht! Ätsch!!!

Raquel

Puh ist das plötzlich warm geworden und wie immer ist Herrchen vor der Hunde AG mit mir spazieren gegangen. Das stimmt so nicht ganz, denn meine Busenfreundinnen Phalène und Luna waren mit von der Partie und ebenfalls ihr Frauchen. Aber ganz ehrlich. Keiner von uns hatte in irgendeiner Form Lust zu spielen. Wir trotten also so dahin und vom Spaziergang sofort in die Klasse und da saßen sie alle. Von der Hitze gezeichnete Kids, ähnlich motiviert wie wir. Also haben wir ein Grundpensum an Übungen abgespult, die wir für unser Projekt brauchen (das wir auch heute nicht verraten werden) und dann ging es in den Chillmodus. Kraulen und faul auf der Decke liegen. Zu mehr waren wir alle nicht in der Lage. Aber genau das war die Stimmung, die die Schüler dazu animierten mir, meinen Busenfreundinnen und natürlich ihren „Lehrern“ zu erzählen. Sie sprachen sich ganz viel von der Seele, so z. B. wie es ist, nicht mehr zu Hause zu wohnen. Das zeigte uns Hunden wieder einmal, was wir manchmal bei unseren Schätzchen auslösen, nur weil wir da sind und zuhören. Denn glaubt ja nicht, ich würde nur so daliegen und schlafen, nein. Die Stimmungen bekommen wir schon ziemlich genau mit.

Mensch. Heute war ich aber richtig ernst. Aber das kommt auch schon ´mal vor.

Eure Raquel

Raquel

… das war heute eine interessante Runde mit den Kiddies…

zumal mir heute ´mal etwas aufgefallen ist… was ich außergewöhnlich fand.

Da sind halt diese zwei Jungs. Die sind sich nie für einen Spruch zu schade. Beide können manchmal so richtige Stinkstiefel sein und lassen für einen guten Diss auch schon ´mal jemanden über die Klinge springen. Ach ja – springen! Der ältere von Beiden arbeitete mit mir und verbiss sich in einen nie zuvor gekannten Ehrgeiz. Der andere schaute interessiert und neugierig zu.

Plötzlich passierte es. Ich stolperte über eine Hürde, diese verrutschte und der Kleinere sprang auf und stellte hinter mir die Hürde wieder zurecht. Ein Schulterblick des anderen Jungen und dann ein freundliches: „Vielen Dank“ !

Hatten die nur einen guten Tag??? – Ehrlich??? Das glaube ich nicht. Es sind zwei herzliche  Schüler, die etwas schwerer zu erziehen sind, Jungs halt wie sie im Buche stehen 😉 und so langsam merkt man, dass der respektvolle Umgang mit uns sich auf die Lieben überträgt – oder was meint ihr?

Also ich glaube fest daran.

Liebe Grüße

Raquel